Ihr Online-Fernsehen wird jetzt geräteübergreifend verfolgt

Es könnte bald vorbei sein, allen Zuschauern sechs Minuten nach Beginn einer Episode von „Modern Family“ denselben Werbespot zu zeigen. Wenn Sie es online ansehen.

Anfang Dienstag wurde eine neue Partnerschaft zwischen dem TV-Messunternehmen Nielsen und dem Analytics-Anbieter Adobe bekannt gegeben, in der detaillierte Daten darüber präsentiert werden, wie Menschen im Internet fernsehen und andere Medien sehen. Das Team erweitert bestehende Tracking-Formen um Smarts, indem es den Sendern ein besseres Bild davon gibt, wie Internetnutzer Medien auf verschiedenen Geräten und Plattformen nutzen.

Mit dem Dienst konnten Partner-Sender beispielsweise sehen, ob die Zuschauer eine Sendung auf Netflix auf ihrem Laptop sahen und dann zu einer Roku-Set-Top-Box wechselten, um sie zu beenden. Und dann lesen Sie einen Artikel auf ESPN.com.

Dies ist eine große Erweiterung der üblichen demografischen Daten- und Videoanzeigeraten, die durch vorhandene Web-Tracking- und Online-Messwerkzeuge erzielt wurden. Durch die Partnerschaft zwischen Adobe und Nielsen können Rundfunkveranstalter die Punkte verbinden. Sie werden sehen, wie Menschen mit digitalen Videos zwischen Geräten interagieren, insbesondere auf neuen Plattformen wie mit dem Internet verbundenen Set-Top-Boxen. Die gewonnenen Informationen helfen den Sendern bei der Entscheidung, was Werbetreibenden in Rechnung gestellt werden sollen, und liefern gezieltere Anzeigen für die Zuschauer.

"Dies ist ein äußerst wertvolles, neues, umfangreiches Daten-Factoring für ein breiteres Nutzerverhalten", sagte Melissa Webster, eine Branchenanalystin bei IDC, die sich mit digitaler Werbung befasst. Die Partnerschaft ermöglicht ein „enormes Datenrepository“ für Unternehmen, die nach neuen Kundenerkenntnissen suchen, sagte sie.

Rundfunkveranstalter können heutzutage nur schwer verstehen, wie Menschen digitale Inhalte konsumieren. Diese Aufgabe wird schwieriger, da die Zuschauer zwischen Streaming-Sites wie Netflix und Amazon Prime und Geräten wie Smartphones und Set-Top-Boxen mit Internetverbindung wechseln. Die Technologie zum Sammeln von Daten innerhalb der Wände eines bestimmten Dienstes ist etabliert, aber das digitale Durchsuchen zwischen Geräten und Standorten ist schwieriger.

Die Partnerschaft zwischen Nielsen und Adobe soll diese Lücke schließen, indem die Videoanalyse- und Werbeplattform von Adobe mit den TV-Einschaltquoten von Nielsen kombiniert wird.

Mit dem Analytics-Service von Adobe, der durch die Übernahme von Omniture gewonnen wurde, kann verfolgt werden, wie Verbraucher digitale Medien geräteübergreifend über digitale Cookies und mobile Werbe-IDs anzeigen. Die Online-Tools von Nielsen messen demografische Daten, soziales Geschwätz auf Twitter und die Interaktion von Menschen mit Online-Inhalten. Mit der Allianz können teilnehmende Unternehmen auf aggregierte und anonyme Daten zurückgreifen, um zu messen, wie Verbraucher mit digitalen Inhalten wie TV, Videos, Spielen, Audio und Text interagieren.

Rundfunkveranstalter können die neuen Nielsen Digital Content Ratings, wie sie genannt werden, ab Anfang nächsten Jahres verwenden. Zu den frühen Nutzern zählen ESPN, Sony Pictures Television, Turner Broadcasting und Viacom.

Das Internet ist immer noch eine neue Grenze für das Fernsehen, aber die Rundfunkanstalten versuchen zunehmend, dort Zuschauer anzulocken. Sowohl HBO als auch CBS haben kürzlich eigenständige Streaming-Dienste angekündigt, die mit Catch-Alls wie Netflix oder Hulu konkurrieren. Sie können wetten, dass sie so viele Informationen über die Sehgewohnheiten der Kunden wünschen, wie sie bekommen können.

Laut eMarketer ist traditionelle Fernsehwerbung immer noch weitaus lukrativer als digitale Videoanzeigen. Aber Analysedienste wie die von Nielsen und Adobe könnten den Trend letztendlich umkehren, da immer mehr Verbraucher online wechseln.

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