Mit einem Wi-Fi-Cloud-Service möchte Ruckus Hotspot-Besitzern helfen, Geld zu verdienen

Der jüngste Anbieter von Cloud-basiertem Wi-Fi plant, die Technik auf öffentliche Wi-Fi-Hotspots anzuwenden, um Unternehmen und Dienstanbietern dabei zu helfen, ihre Netzwerke besser zu verwalten und zu monetarisieren.

Ruckus Wireless, bekannt für die Erstellung von Zugangspunkten für Dienstanbieter und öffentliche Einrichtungen, wird ab dieser Woche mit seinem SAMS (Smart Wi-Fi Access Management Service) Hotspot-Verwaltungssoftware in der Cloud hosten. Ruckus wird zunächst eine eigene SAMS-Cloud hosten und die Technologie dann für ihre eigenen Markenangebote an Dienstleister verkaufen.

Die wachsende Erwartung der Verbraucher an einen zuverlässigen Wi-Fi-Zugang sowie die knappen IT-Budgets der Unternehmen erhöhen laut IDC die Nachfrage nach Cloud-verwalteten WLANs. Der weltweite Markt für diese Angebote hat sich 2013 auf 334 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt und wird nach Schätzungen von IDC in diesem Jahr um mehr als 50 Prozent wachsen.

Durch das Einfügen von Wi-Fi-Smarts in die Cloud können lokale Hardware-Controller und Authentifizierungsserver überflüssig werden, und die Netzwerkbesitzer können die Verwaltungsaufgaben auf Standorte konzentrieren, an denen sie über die erforderlichen Mitarbeiter verfügen. Aerohive Networks, die Meraki-Abteilung von Cisco und sogar Hewlett-Packard sind diesen Weg gegangen.

Ruckus zielt mit diesem Konzept auf Hotspots ab und bietet ein Dashboard, mit dem Kunden die Netzwerkeinstellungen für mehrere Standorte optimieren und ihre Netzwerke monetarisieren können. SAMS wurde für Einkaufszentren, Stadien und Flughäfen sowie kleinere Veranstaltungsorte wie Cafés entwickelt.

Der Service könnte für kleine Unternehmen attraktiv sein, die Cloud-basierte Wi-Fi-Netzwerke wünschen, aber nur wenig oder gar kein IT-Know-how haben, sagte Ovum-Analyst Daryl Schoolar.

Dennoch gibt es keinen klaren Trend, dass das gesamte Wi-Fi-Management in die Cloud geht, und es stehen immer noch viele verschiedene Architekturen zur Verfügung, sagte er.

"Einige Leute wollen alles kontrollieren, andere wollen auslagern", sagte Schoolar. "Ich denke, der eigentliche Trend ist nur Flexibilität."

SAMS wird laut Ruckus eine Vielzahl von webbasierten Tools enthalten, mit denen die Erfahrung eines Besuchers in einem Hotspot definiert und Informationen über Benutzer und Nutzungsmuster gesammelt werden können. Veranstaltungsortbetreiber können kostenpflichtigen oder unbezahlten Zugang zu ihren Netzwerken einrichten und Anzeigen oder Werbeaktionen vor Ort auf den Bildschirmen der Benutzer schalten, sagte David Stiff, Director of Product Management bei Ruckus.

Unternehmen können eine genaue Zeitleiste für das erstellen, was ein Besucher sieht, wenn er den Hotspot nutzt. Zu diesem Zweck können sie einfach Elemente wie Begrüßungsseiten, Anmeldebildschirme, Zahlungsbildschirme und Anzeigen hochladen und anordnen, sagte Stiff. Besucher werden möglicherweise gebeten, eine E-Mail-Adresse anzugeben, sich mit einer Facebook- oder Twitter-ID anzumelden, Informationen wie Alter und Geschlecht anzugeben oder nichts zu tun. Das Unternehmen kann festlegen, wie lange Benutzer im Netzwerk bleiben dürfen, wie schnell sie maximal sein können und welche anderen Aspekte sie verwenden.

SAMS kostet 265,50 USD pro Zugangspunkt und Jahr für einen Zeitraum von einem, drei oder fünf Jahren. Für Kunden, die sich für die lokale Verwaltung über einen Ruckus ZoneDirector-Controller vor Ort entscheiden, kostet der Service 180 USD pro Access Point und Jahr. Zunächst wird Ruckus SAMS betreiben und seine Vertriebspartner werden es verkaufen. Um den Dienst zu initiieren, können sie einfach die Parameter für ihre Netzwerke festlegen, die Hardware kaufen, wenn sie sie noch nicht besitzen, und die Hardware installieren lassen.

 

Ruckus Wireless

Über das Verwaltungs-Dashboard von SAMS (Smart Wi-Fi Access Management Service) von Ruckus Wireless können Wi-Fi-Hotspot-Betreiber die Netzwerkaktivität und Informationen zu Benutzern im Netzwerk anzeigen.

In den nächsten Monaten plant Ruckus, eine virtualisierte Version von SAMS anzubieten, die traditionelle Netzbetreiber und andere Dienstleister als Grundlage für ihr eigenes Cloud-basiertes Angebot verwenden können, sagte David Callisch, Vice President Marketing bei Ruckus. Zu den potenziellen Kunden zählen Wiederverkäufer von Wi-Fi-Geräten, die ein Managed Services-Geschäft hinzufügen möchten.

Stephen Lawson befasst sich mit Mobil-, Speicher- und Netzwerktechnologien für Der IDG News Service. Folgen Sie Stephen auf Twitter unter @sdlawsonmedia. Stephens E-Mail-Adresse lautet [email protected]

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