ZTE neckt 6-Zoll-Android-Gerät und Firefox OS-Smartphone

ZTE plant, nächste Woche in Barcelona eine Reihe von "Hochleistungs-Smartphones" vorzustellen, darunter das Grand Memo II LTE mit einem 6-Zoll-Bildschirm.

Der diesjährige Mobile World Congress wird für die Geräteeinheit des chinesischen Unternehmens, die vor Herausforderungen steht, von großer Bedeutung sein. Im vergangenen Jahr verkaufte ZTE 59,9 Millionen Telefone, verglichen mit 67,3 Millionen im Jahr 2012, obwohl lokale Wettbewerber wie Huawei Technologies und Lenovo laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner ihren Umsatz gesteigert haben. Obwohl ZTE mehr Telefone als Huawei und Lenovo auslieferte, verkauften diese Konkurrenten mehr Smartphones.

Das Unternehmen muss sein angeschlagenes Schicksal ändern, und der Mobile World Congress ist der beste Startpunkt. Neben der Einführung von zwei neuen Geräten - dem Grand Memo II LTE und dem Firefox OS-basierten ZTE Open C - wird auch eine neue Version von MiFavor eingeführt, der Benutzeroberfläche, die zusätzlich zu Android hinzugefügt wird, sagte ZTE am Dienstag.

Derzeit gibt das Unternehmen keine weiteren Details bekannt, außer dass das Grand Memo II über einen 6-Zoll-Bildschirm verfügt und auf dem ZTE Open C die Version 1.3 von Firefox OS ausgeführt wird, die in Zusammenarbeit mit Mozilla und TelefA3nica eingeführt wird.

Smartphones mit großen Bildschirmen werden wieder einer der wichtigsten Trends bei Geräten sein, die auf dem Mobile World Congress ausgestellt werden. LG Electronics kündigte letzte Woche an, dass das G Pro II mit Android 4.4 über einen 5,9-Zoll-Full-HD-Bildschirm verfügt und von einem Qualcomm Snapdragon 800 Quad-Core-Prozessor mit 2,26 GHz angetrieben wird.

Dass ZTE Firefox OS immer noch mag, ist eine gute Nachricht für das junge Betriebssystem. Laut IDC wurden im vergangenen Jahr rund 390.000 Firefox OS-Telefone ausgeliefert. In diesem Jahr wird ein Anstieg auf 2,5 Millionen erwartet. Damit hat Firefox OS einen Anteil von 0,2 Prozent am gesamten Smartphone-Markt, sagte IDC-Analyst Francisco Jeronimo kürzlich per E-Mail.

Das ist nicht sehr beeindruckend, aber immer noch besser als die Konkurrenz neuer Betriebssysteme wie Tizen und Ubuntu, die noch nicht einmal auf kommerziellen Telefonen laufen. Damit Firefox OS jedoch zu einem ernsthaften Konkurrenten werden kann, sind laut Neil Mawston, Executive Director bei Strategy Analytics, mehr Markenbekanntheit, eine breitere Verbreitung sowie Produkte mit verbesserter Hardware und Software erforderlich.

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